Sächsische Zeitung 06.09.2003

 

Unterstützung im Kampf um die Mittelschule

Domowina zu Witaj-Projekt und zur Schulproblematik

Jänschwalde/Crostwitz. Die 11. Hauptversammlung der Domowina findet am 27. März 2004 statt. 177 Delegierte aus der ganzen Lausitz werden in Drachhausen (Niederlausitz) zusammenkommen. Dies beschloss der Bundesvorstand während seiner jüngsten 15. Sitzung in Jänschwalde, wie Pressesprecherin Bärbel Felber informiert. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung stehen bildungspolitische Fragen.

Diese bestimmten auch die jüngste 15. Sitzung. Günter Selenk, Vorsitzender der Domowina-Ortsgruppe Jänschwalde, übergab dem Bundesvorsitzenden Jan Nuck eine Spende von 50 Euro. Sie soll die Klage der Eltern gegen die Schließung der sorbischen Mittelschule Crostwitz unterstützen. Christian Elle, Leiter des Witaj-Sprachzentrums Cottbus, informierte über den Stand der Witaj-Initiative in der Niederlausitz. 1998 begann sie dort im Kindergarten Sielow. Es gehe jetzt darum, so Elle, das Projekt trotz der angespannten Personalsituation in seiner bestehenden Form zu stabilisieren. Eine diesbezügliche Konzeption wird im Rahmen der bildungspolitischen Konferenz der Domowina am 21. November in Bautzen und Anfang 2004 in Cottbus vorgestellt.

Eingeladen werden auch Abgeordnete des EU-Parlamentes, des Bundestages sowie der Landtage Sachsen und Brandenburg. "Ihr Ziel besteht darin, den Begriff öffentliches Minderheitenschulwesen für öffentliche Schulen zu definieren", erläutert Bärbel Felber. "Ausgehend von geltendem europäischem Recht ist der politische Rahmen für Regelungen zu schaffen, die der Situation des sorbischen Volkes und seiner Sprachsituation entsprechen und deren Erhalt und Entwicklung förderlich sind." (AK)