Sächsische Zeitung 10.01.2004
Klage in Dresden
Domowina dankt bisherigen Spendern für Crostwitz
Crostwitz. Die Finanzierung der Klage der Eltern gegen die Schließung der sorbischen Mittelschule Crostwitz ist gesichert. Alle Rechnungen sind bezahlt, wie Barbara Felber, Pressesprecherin der Domowina, informiert. Möglich wurde dies durch eine breit angelegte Spendenaktion sorbischer und deutscher Bürger. Allein im Dezember erbrachte sie nochmals weitere 1 600 Euro. Herzlichen Dank an alle, die sich dafür engagiert haben, wendet sich Domowina-Vorsitzender Jan Nuck an die Öffentlichkeit. Die Dachorganisation der sorbischen Vereine und Verbände unterstützt die Eltern, weil der zu erwartende Richterspruch ihrer Ansicht nach grundsätzliche Bedeutung für den weiteren Bestandsschutz sorbischer Schulen hat. Mit der am 24. Oktober 2004 beim Sächsischen Verfassungsgericht und beim Bundesverfassungsgericht eingereichten Klage soll vor allem überprüft werden, ob die genannte Schulschließung mit Artikel 6, Absatz 1 der Sächsischen Verfassung vereinbar ist, in dem das Recht der Sorben auf Bewahrung ihrer Identität sowie auf die Pflege und Entwicklung ihrer angestammten Sprache, Kultur und Überlieferung, insbesondere durch Schulen, verankert ist, verdeutlicht Barbara Felber. Weitere Spenden zur Unterstützung der Klage der Eltern sind willkommen, heißt es ausdücklich. (AK)
Spendenkonto der Domowina: Deutsche Bank Bautzen, Kto.-Nr.: 612326901, BLZ: 870 700 00, Zweck: Zukunft Schule - prichod Sule.